St. Maria im Kapitol

St. Maria im Kapitol ist eine der ältesten und wichtigsten mittelalterlichen Kirchen Kölns. In der Römerzeit stand hier der Haupttempel der Stadt, der im frühen 8. Jahrhundert zu einer ersten Kirche umgebaut wurde. Die heutige Kirche mit ihrem ungewöhnlichen Kleeblattchor entstand im 2. Drittel des 11. Jahrhunderts auf Initiative des Kölner Erzbischofs Hermann II. und seiner Schwester Ida. Die Kirche und das ansässige adlige Damenstift besaßen bis zur Säkularisation eine besondere Verbindung zur Stadt, zum Kölner Erzbischof und zum deutschen Kaiserhaus. Die Kirche war Ort für besondere Feiern des städtischen Rates und der Bürgermeister. Im Turm des Westbaus hing die Sturmglocke der Stadt. Der Erzbischof feierte in der Kapitolskirche seine erste Weihnachtsmesse; der in Aachen neu gewählte deutsche König machte bei seinem Antrittsbesuch in Köln zuerst im vornehmen Damenstift seine Aufwartung. Von der besonderen Rolle der Kirche zeugt noch die erhaltene kostbare Ausstattung. Vor allem die hölzerne romanische Bildertür mit einer Vielzahl von Szenen zur Kindheit Jesu und der Passion ist ein einzigartiges Stück.

 



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